Presse Info
HELPIVAL
Open Air am 13. Juli
in Ortenberg
Die Matzsingers werden das Helpival um 18.00 Uhr eröffnen. Die Gruppe, die aus Oberhessen stammt, freut sich über ihr „Heimspiel“. Auch 18 Jahre nach ihrer Gründung haben sich die Matzsingers erhalten, was sie einst zusammen führte: der Spaß am Singen, jede Menge Chorerfahrung und die Lust auf etwas Neues. So sind die Matzsingers heute ein echter Begriff in Sachen A-Cappella-Musik und begeistern das Publikum mit einem breiten musikalischen Repertoire von der Renaissance bis hin zu aktuellen Pop-Songs. In Kürze erscheint die neue CD der Gruppe.
Mit den BobStars hat sich seit Jahresbeginn eine der vielseitigsten Bands überhaupt formiert, die ein abwechslungsreiches Programm aus Jazz, Dance, Funk, Soul & Party Classics darbietet. Die Idee der Band, mit wechselnden Gastsängern aufzutreten, ermöglicht ein fast unerschöpfliches musikalisches Spektrum. Der verfügbare „Pool“ von Top-Sängerinnen und Sängern ist aus einer jahrelange Zusammenarbeit der einzelnen Musiker in verschiedenen Gruppen und Projekten entstanden.
Die Rockband Reinvented wurde 1998 in Bad Nauheim gegründet. Aus dem Stand wurde die erste CD veröffentlicht, die Gruppe gewann diverse Talentwettbewerbe und schließlich den renommierten Nachwuchspreis „Act2000“. Ein Jahr später produzierten Reinvented die offizielle Single für den Hollywoodfilm „Animal“ und schließlich mit dem Song „These are the days“ den Werbespot für den Toyota Yaris. Seit ihrem Debütalbum „Whatever comes...“ zählen die Jungs zu zu den hoffnungsvollsten Newcomern der Republik.
Seit vielen Jahren etabliert und chartnotiert, zeichnet sich Deutschlands bekannteste Folkband Paddy goes to Holyhead durch eine ungemein facettenreiche Mischung aus Folk, Rock und Pop aus. Die Gruppe schafft es immer wieder, ihre eigene Spielfreunde auf das Publikum zu übertragen und sorgt für stimmungsvolle Live-Auftritte. Soeben ist die achte CD der >Paddies< erschienen, mit der die Erfolgsgeschichte der Band fortgesetzt wird.
Die Herrliche Bockband spielt, was Laune macht: Zeitlose Rocknummern, Disco- und Soulklassiker, gnadenlos angeschärfte Schlager. Die Gruppe zaubert in ihren energiegeladenen Pop- und Rockshops eine erstklassige Konzertatmosphäre auf die Bühne und sorgt für tolle Stimmung. Mit ihrem Hang zu verrückten Aktionen wird die Coverband immer wieder ihrem obskuren Namen gerecht und genießt in Hessen mittlerweile Kultstatus.
Vom
Friedensgebet zum Hilfskonvoi
Dabei ist die Veranstaltung jedoch kein Selbstzweck, es geht um mehr als nur den Spaß beim Feiern. Der Erlös des Helpivals soll dazu beitragen, dass Ende Juli der bisher wohl erste Hilfsgütertransport aus Deutschland in den vom Krieg gezeichneten Irak stattfinden kann. Durch die Hilfslieferung soll die medizinische Grundversorgung in und um Bagdad sowie im Westirak wiederhergestellt werden. Ziele des Transportes sind unter anderem das Krankenhaus in Al-Qaim sowie das Kinderkrankenhaus Al-Mansur, das größte Krankenhaus im Zentrum Bagdads.
Hier fehlt es an allem – es gibt keine Infusionen, Amputationen finden ohne Schmerzmittel statt, Kinder sterben an Wundinfektionen, weil es nicht einmal Antibiotika gibt. Die medizinischen Gerätschaften sind in Mitleidenschaft gezogen, die Menschen liegen mangels ausreichend Betten auf dem Boden. Es gibt keine Verbandsmaterialien, Babynahrung und Mittel zur Wasseraufbereitung werden gebraucht.
Das Krankenhaus in Al-Qaim liegt direkt an der syrischen Grenze und ist für die Gesundheitsversorgung im gesamten westlichen Irak verantwortlich. Der Einzugsbereich des Krankenhauses umfasst 125.000 Menschen. Das Krankenhaus hat nur 100 Betten und kümmert sich um viele hundert Patienten täglich. Das nächste größere Krankenhaus ist 200 km entfernt.
Der aus voraussichtlich fünf Lastzügen bestehende Konvoi wird von der Aktion Hessen hilft (AHH) gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund durchgeführt. Dringend benötigte Hilfsgüter im Wert von mehreren hunderttausend Euro sollen es möglich machen, dass unzähligen irakischen Opfern endlich geholfen werden kann – Zivilisten, Alten, Frauen und Kindern, die mit dem Krieg nichts zu tun hatten, außer dass sie unschuldig in Not geraten sind.
Dieses Leid beschäftigte Hilfsorganisationen, Kirchengemeinden und Schulen in der Region schon zu Zeiten des Irak-Krieges, insbesondere die Evangelische Kirchengemeinde Ortenberg, Gesamtschule Konradsdorf und Grundschule Ortenberg sowie die ebenfalls in Ortenberg ansässige Aktion Hessen hilft (AHH).
Die AHH ist vor Jahren gegründet worden, um Menschen in Not zu helfen. Ob Zeltlager für Flüchtlinge aus dem Kosovo oder Schuhe für Waisenkinder in Südafrika, ob die Renovierung eines Kinderheims in Georgien oder Babynahrung für Erdbebenopfer in Mittelamerika, ob Altkleider für ein Frauenprojekt in Bosnien oder Medikamente für Minenopfer in Vietnam, ob Hilfslieferungen für ein Altenheim in Estland oder der Wiederaufbau zerstörter Häuser auf dem Balkan, ob Hilfsmaßnahmen für Hochwasseropfer in Ostdeutschland oder medizinisches Equipment für den Irak – immer da, wo Menschen in Not sind und die Möglichkeit besteht zu helfen, leistet die Aktion Hessen hilft ihren Beitrag.
Die
gemeinsame Hilfsaktion ist aber auch
ein Ergebnis einer vierjährigen Tradition von Friedensgebeten in der
Marienkirche Ortenberg, denn nur beten und auf ein Wunder hoffen, das war
einigen unentwegten Gemeindemitgliedern in Ortenberg zu wenig. Die Kette
besorgniserregender Nachrichten vom Kosovo-Krieg, den Terroranschlägen des
11.September, dem Afghanistan-Krieg und dem Irak-Krieg löste bei vielen
Menschen ein Chaos von Trauer, Wut, Angst und Hilflosigkeit aus. Um diesen Gefühlen
einen Raum zu geben, bot sich die Marienkirche zu Friedensgebeten und Andachten
an.
Junge und Alte, Männer und Frauen nutzten die Möglichkeit, ihre Sorgen zu teilen und vor Gott zu bringen. Doch bei der Ohnmacht wollten die Ortenberger nicht stehen bleiben. Die Friedensgebete mündeten innerhalb der letzten vier Jahre in eine ganze Reihe von Ideen und Aktionen, was gegen Krieg und Gewalt getan werden kann. Die Hilfsaktion für den Irak und das HELPIVAL sind dessen vorläufiger Höhepunkt.
Die
Unterstützer
Weder kann eine Veranstaltung dieses Formats ohne unzählige helfende Hände und wohlgesonnene Sponsoren stattfinden, noch ist eine Hilfsaktion dieser Größe ohne zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung und massive Unterstützung aus der Wirtschaft möglich. Neben den vielen privaten Helfern und den kostenlos auftretenden Bands haben bisher schon zahlreiche Unternehmen und Institutionen aus der Region das HELPIVAL und den Irak-Konvoi erst ermöglicht:
Die Stadt Ortenberg hat unterstützt, wo sie konnte.
Die Kaufhauskette JOH in Gelnhausen, Büdingen und Friedberg, die Sparkasse Wetterau, die OVAG Oberhessische Versorgungsbetriebe, das BMW-Autohaus Hess in Büdingen und Nidda und das Elektronikfachgeschäft Herm aus Ortenberg haben durch eine Spende ihren Beitrag geleistet.
Die RAM TAM Läden in Büdingen und Nidda, die MEC German Holding GmbH in Ortenberg, das Grafik-Atelier im Annche-Haus Christian von Struve in Ranstadt, das DRK Ortenberg, die Veranstaltungsagentur Groove & Sound Sven Waldschmidt in Altenstadt, die Gasthofbrauerei Zur Traube in Nidda, die Firma Lovatex in Altenstadt, der REWE-Markt Weidling Ortenberg und der Tegut-Markt Glauburg, die Bäckereien Rank und Wolf in Nidda, die Metzgereien Edelmann in Nidda und Proksch in Ortenberg, das Früchtehaus Nauber in Gedern, das Ton-UP Tonstudio in Altenstadt, die Freiwillige Feuerwehr Ortenberg, die Firma Ecoeffect Office Services in Gedern und das Entsorgungsunternehmen Peter Schad in Langenselbold bringen sich mit vielfältigsten kostenlosen Leistungen in das HELPIVAL ein.
Die Hellersche Druckerei in Büdingen, der Baugeräteverleih Willi Borgner in Ortenberg, der Zeltverleih Müller in Nidda, die Ortenberger Firma Getränke Vogel in Verbindung mit der Licher Brauerei, die Firma LightXPress in Hasselroth und der Sicherheitsdienst Bernd Meuser in Büdingen erbringen ihre Tätigkeiten zu Sonderkonditionen.
Der Hilfstransport selber wird unterstützt von der Paul Hartmann AG, die zwei Lastzüge mit Verbandstoffen bereitstellt, von der Evangelischen Kirchengemeinde Ortenberg mit mehreren Gottesdienstkollekten, von der Apotheke am Marktplatz in Ortenberg und von der Grundschule Ortenberg, die einen äußerst erfolgreichen Spendenlauf durchführte.
Allein die Transportkosten werden rund 10.000 Euro pro Lastzug betragen. Das Helpival soll ein weiterer wichtiger Beitrag sein, um diese Kosten aufzubringen. Die Evangelische Kirchengemeinde Ortenberg und die Aktion Hessen hilft bitten daneben aber auch weiterhin um Spenden auf das Spendenkonto Nummer 121007665 bei der Sparkasse Wetterau, BLZ 51850079. Spendenquittungen werden automatisch zugesandt.
Die Karten für dieses Musikspektakel kosten im Vorverkauf 17 EUR für Erwachsene und 13 EUR für Schüler, Jugendliche und Studenten. Kinder zahlen keinen Eintritt.
Vorverkaufsstellen wurden eingerichtet bei den RAM TAM Läden in Büdingen und Nidda, bei der Stadt Ortenberg sowie bei der Sparkasse Wetterau in Ortenberg und können weiterhin bestellt werden unter www.helpival.de.